About Weight Loss
Jede Frau mochte gern guten Kuchen backen, denn Backen macht Freude. Aber nicht nur die Arbeit macht froh, viel
vergnugter stimmen noch die frohlichen Gesichter beim Anblick und beim Verzehren der guten Dinge, die mit viel Liebe
und fursorglichen Gedanken bereitet worden sind. Gelungenes Backwerk macht auch stolz. Und jede Frau mochte auf
ihre Leistung stolz sein konnen. Damit Ihnen die nicht immer ganz leichten Arbeiten gelingen, wollen wir Sie mit der
Kunst des Backens vertraut machen. Backwerk gehort zu unserer Ernahrung ebenso wie Rohkost, gekochte und
gebratene Speisen dazu notwendig sind. Fur den Alltag werden wir Geback mit einfachen Zutaten bereiten, feines
Backwerk bleibt dem Festtag vorbehalten.  Fur den Anfang genugen an Geraten eine Schussel, ein Ruhrloffel, ein
Holzbrett, eine Backform oder ein Kuchenblech und die Backrohre. Aber bald wird die Fertigkeit im Backen steigen,
und es werden mehr Gerate notwendig sein. Hierzu ein Rat: Beschaffen Sie nur das, was ofters verwendet wird, um den
Haushalt nicht unnutz mit selten gebrauchten Dingen zu belasten. Sind Sie im Backen noch nicht sehr bewandert, dann
raten wir, mit kleinem Geback aus Murbe- oder Backpulverteig zu beginnen. Sie lernen dabei Ihre Backrohre kennen,
denn diese Teige backen rasch, sind nicht sehr empfindlich, wenn genau nach den Anweisungen gearbeitet wird, und
auch preiswert herzustellen. Ist dieses Geback gelungen, dann gilt es, die anderen Teige gleichfalls tu probieren. Die
Arbeit wird Ihnen bestimmt geraten, wenn Sie unsere Vorschriften fur die Zubereitung beachten. Auch das Anpassen an
die verfugbaren Zutaten und an das Wirtschaftsgeld haben wir leicht gemacht. Sie finden vielfach drei Zutatenreihen und
konnen wahlen. Allerdings gibt es auch Geback, bei dem eine solche Wahl nicht in Frage kommt. An den zahlreichen
Bildern erkennen Sie, da? alles von uns ausprobiert worden ist. Wir wunschen Ihrer Arbeit gutes Gelingen!
Gerate
Ausstecher: Blechformen zum Ausstechen von ausgerolltem Knetteig mussen an den Lotstellen gut verbunden,
Ausstechrollen leicht beweglich sein. Die Gerate nach dem Abwaschen in Ofennahe trocknen.
Backbleche, Kuchenformen: Die Formen konnen aus Metall, Glas oder Ton hergestellt sein. Es ist stets auf tadellose
Sauberkeit zu achten. Springformen mit Glasboden sind besonders vorteilhaft, weil darin auch die Unterseite des
Gebacks zu sehen ist. Es befreite sich seit der Fruhrenaissance von der Autoritat der kirchlichen Dogmatik und fand
wieder unmittelbar den Zugang zu den antiken Geistesgutern, die auf geographischem Gebiet seit der Zeit der
Kreuzzuge schon uber die arabische Wissenschaft so auBerordentlich befruchtend gewirkt hatten. Die Uberzeugung,
daB die Erde eine Kugel sei, setzte sich allgemein durch; auch lebte der Gedanke wieder auf, daB diese Kugel von
einem groBen Sudlande, der terra australis, im Gleichgewicht gehalten werde. So waren auch geistig die Wege geebnet,
die den Sprung ins Unbekannte wagen lieBen. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ermoglichte sodann neben der
Herausgabe der Schriften antiker Schriftsteller, vor allem des Ptolemaus, eine weite Verbreitung der Berichte von den
Entdek-kungen und neuerworbenen Kenntnissen. Die Auswirkungen blieben daher nicht mehr auf einzelne oder auf
einen engen Kreis beschrankt, sondern wurden allmahlich Allgemeingut der gebildeten Schichten. In ihnen fanden die
Entdeckertaten den notwendigen Widerhall, der ruckstrahlend den Entdeckungseifer und die Entdeckerfreude schurte
und zu neuen Taten anspornte.
Die technische Entwicklung war jetzt so weit gediehen, daB den Seefahrern die Mittel in die Hand gegeben waren, die
fur weite Fahrten uber den freien Ozean unerlaBlich sind. Die Verwendung der Magnetnadel, die im Abendland
wahrscheinlich im 12. Jahrhundert neu erfunden wurde - die Chinesen kannten sie schon im Altertum, loste die
Schiffahrt von der Kuste, der sie bisher meist angstlich gefolgt war. Und der im 15. Jahrhundert erfundene Jakobsstab,
ein Instrument zur Winkelmessung, das sich auf den Schiffen leichter handhaben lieB als das alte Astrolabium,
ermoglichte eine Verbesserung und Vermehrung der astronomischen Ortsbestimmungen und erleichterte das Kurshalten
der Schiffe. Endlich hatte man auch, und zwar zuerst in Italien, gelernt, groBere Schiffe, die sogenannten Karavellen, zu
bauen. Gemessen an unseren heutigen Seefahrzeugen waren sie zwar noch winzig klein, ubertrafen aber die
mittelalterlichen Segler doch an Geraumigkeit und Seetuchtigkeit bei weitem.
Trotz all dieser Voraussetzungen waren die Schwierigkeiten, unter denen die groBen Entdeckungsfahrten durchgefuhrt
werden muBten, noch gewaltig groB. Die Leiden und Entbehrungen auf  den langen Schiffsreisen forderten zahllose
Opfer, ebenso die Auseinandersetzungen mit den Bewohnern der entdeckten Kusten, ob\\ohl die neue Feuerwaffe den
Europaern eine gewisse Uberlegenheit sicherte. Am sinnfalligsten zeigt all das vielleicht die Fahrt von Magalhaes. So
muBten die Manner, die hinausfuhren, viel Mut, Zahigkeit und Ausdauer, die Fahigkeit zu sorgfaltiger Planung und nicht
zuletzt einen guten SchuB Abenteurersinn besitzen, um die groBen Entdeckertaten vollbringen zu konnen. Machtigste
Triebfeder war freilich der Gewinn, den die Reichtumer der Ferne zu bringen versprachen; hier und da mag daneben
auch die Absicht, das Christentum, die Religion des Abendlandes, zu verbreiten, Ansporn gewesen sein.
Das groBe Ziel des Zeitalters war das Wunderland Indien. Unter diesem Namen wurden nicht jene beiden groBen
Halbinseln Sudasiens verstanden, die wir heute Vorder- und Hinterindien nennen; er bezeichnete vielmehr die gesamte
Weite jenseits des islamischen Sperrgebietes von Abessinien und Arabien bis nach Cathai (China) und Zipangu (Japan).
Von dort kamen die feinen Gewurze, die Edelsteine, Perlen, Holzer, Drogen, wohlriechenden Harze, die feinen Gewebe
einschlieBlich der Seide, das Raucherwerk, die Balsame und andere Waren fur das verfeinerte Lebensbedurfnis der
oberen Schichten Europas. Seit dem Altertum stromten diese Schatze in wachsendem Umfang nach Europa hinein, das
seinerseits jedoch kein Erzeugnis besaB, das es als hochwertiges und im Orient begehrtes Tauschobjekt dafur hatte
anbieten konnen. Ein sehr einseitiger Handel war so entstanden, bei dem das Abendland die Luxuswaren mit Gold und
Silber bezahlen muBte. Unsummen wanderten jahrlich nach dem Osten, da die Warenpreise bei der steigenden
Nachfrage, der wachsenden Zahl orientalischer Zwischenhandler und Handelsstadte, ferner durch erhohte Zolle,
Frachten und sonstige Abgaben standig stiegen. So kostete zu Anfang des 16. Jahrhunderts etwa ein Zentner
Gewurznelken auf den Molukkeninseln zwei Dukaten, in Malakka schon 14, in Kali-kut, dem bedeutendsten
ostindischen Umschlagplatz jener Zeit, bereits 50 und in London schlieBlich 213 Dukaten. Der europaische Bergbau
konnte schon im 14. und 15. Jahrhundert die abstromenden Edelmetalle nicht mehr ersetzen, so daB ein zunehmender
Preisverfall im Abendlande die Folge war. Die Ausschaltung des Zwischenhandels und ein unmittelbarer Zugang zu den
begehrten Gutern war demnach eine wirtschaftliche Notwendigkeit und versprach auBerdem dem Lande, dem dies
gluckte, groBen Gewinn. Es wurden daher alle Moglichkeiten durchdacht, wie man aus der Enge der damaligen
Handelsbindungen herauskommen konnte, um die Schatze der Erde zu erringen.
Vor allem strebten die Volker der iberischen Halbinsel nach Indien, von dessen Reichtum und Pracht sich das
Abendland die phantasievollsten Vorstellungen machte. Nach Portugal und Spanien begann sich darum auch das
Schwergewicht der Seefahrt aus den alten mittelmeerischen Zentren und aus den nordlichen Randmeeren Europas zu
verlagern. Auf dem Seewege nach Indien wurden, fast nebenher und ungewollt, all die Entdeckungen gemacht, die zum
heutigen Erdbild fuhrten. Die Umrisse ganz Afrikas wurden erkannt und, als wichtigstes Ereignis dieser Zeit, der neue
Erdteil Amerika entdeckt, in dem man zunachst nichts anderes als ein neues Hindernis, eine neue gewaltige Landsperre
auf dem Wege zu den Reichtumern Asiens erblickte. In dieser Zeit wuchs die Erdkenntnis endgultig uber die
glanzvollsten Ergebnisse der Antike zur Zeit des Ptolemaus hinaus.
Das Datum, mit dem diese Entwicklung ihren Anfang nahm, war das Jahr 1415, in dem es den Portugiesen gelang, den
wichtigsten Stutzpunkt der Mauren an der marokkanischen Kuste, Ceuta, zu nehmen. Der Blick Portugals wurde damit
nach Afrika gelenkt, und der junge Prinz Heinrich der Seefahrer sah im Fall der marokkanischen Feste den ersten
erfolgreichen Einbruch in die Welt des Islams zur ErschlieBung der Schatze des inneren Afrikas und zur Entschleierung
der noch unbekannten Welt. Er wurde zum ersten groBen Organisator der Idee, Indien auf dem Seeweg um Afrika zu
suchen, und schickte zahlreiche Schiffsexpeditionen aus, um den Weg dorthin zu erkunden. Die Fruchte seines Handelns
wurden freilich erst nach seinem Tode geerntet. 1488 umsegelte Bartholomaus Diaz die Sudspitze Afrikas, und zehn
Jahre spater erreichte Vasco da Gama als erster auf dem Seewege das ersehnte Ziel bei Kalikut.
Ein zweiter Weg nach Indien muBte sich dann eroffnen, wenn die Annahme richtig war, daB die Erde von kugelformiger
Gestalt ist. Schon im Altertum hatte man daran gedacht, daB man in westlicher Richtung ebenfalls nach Ost- und
Sudasien gelangen muBte. Im 15. Jahrhundert nahm vor allem der Florentiner Gelehrte Toscanelli den Gedanken einer
Westfahrt wieder auf; seine Ansicht veranlaBte den Genuesen Kolumbus zu der groBen Fahrt, die 1492 zur
Entdeckung Amerikas fuhrte. Welch gewaltige Landmasse sich dort aber auftat, wurde erst in der Folgezeit auf
zahlreichen weiteren Unternehmungen nach Westen erkannt. Wie weit Asien von dort noch entfernt war, lehrte die
groBartigste Reise jener Zeit, die des Portugiesen Fernao Magalhaes. Mit spanischen Schiffen fand er, weit nach Suden
ausholend, im schon fast subantarktischen Sudende der Neuen Welt eine Durchfahrt nach Westen und durchsegelte in
endlos erscheinenden Wochen den jenseits Amerikas gelegenen Ozean, die 1513 von Balbao entdeckte Sudsee, bis er
endlich an den Rand der sudost-asiatischen Inselwelt gelangte. Jetzt erst wurde deutlich, wie groB der Umfang der Erde
ist, wie Land und Wasser sich verteilen und wie sehr man die Entfernung zwischen dem Westrand Europas und dem
ostlichen Asien unterschatzt hatte. Zugleich war auch erwiesen, daB an der Kugelgestalt der Erde nicht mehr zu zweifeln
ist.
 
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